Dual SIM und das Apple iPhone – Die Gerüchteküche brodelte

Die Erwartungshaltung vieler Pendler,Unternehmer und Selbstständigen mit geteilten Arbeitsgebiet in Deutschland und Österreich konnte kaum größer sein: Bietet Apple mit seinen neuen iPhones tatsächlich Dual SIM an?

Auch die konsequente Trennung zwischen Privattelefon und dem Geschäftshandy stellte Apple-Jünger seit jeher vor die Aufgabe, 2 Mobiltelefone zu betreiben.

Tatsächlich kamen im Vorlauf der Apple-Präsentation am 12.September.2018 immer wieder Gerüchte in Zusammenhang mit einer Dual-SIM Funktion auf. So wurde jedoch auch oftmals davon gesprochen, die Funktion sei nur für den Chinesischen Markt verfügbar.

Dual SIM beim iPhone – vorhanden, aber noch nicht nutzbar

Seit der Präsentation der neuen Apple iPhone-Geräte Xs, Xs max und Xr haben wir nun Gewissheit: Alle neuen iPhone-Modelle unterstützen Dual SIM. Theoretisch.

Der Wermutstropfen folgt sogleich: Derzeit (18.September.2018) ist die Dual-SIM Funktion der neuen Geräte in der neuesten Version von iOS noch nicht enthalten. Sie wird – wie so oft – laut dem Hersteller aus dem amerikanischen Cupertino “im Laufe des Jahres” in iOS integriert. Somit sind die Geräte bei der Auslieferung zwar hardwaretechnisch vorbereitet für Dual-SIM, die Softwareseitige Unterstützung lässt aber auf sich warten.

Ein zweiter Punkt betrifft alle Märkte ausserhalb China: Die Unterstützung für Dual SIM bei den neuen iPhone-Modellen Xs, Xs max und Xr wird über die Kombination aus eSIM und Nano-SIM ermöglicht. Dies trifft natürlich neben dem deutschen Markt auch den österreichischen Markt etwas in das Herz der Dual-SIM Fans.



Keine eSIM auf dem österreichischen Markt

Der Marktführer in der österreichischen Mobilfunksparte, die A1 Telekom Austria bietet derzeit noch keine eSIM-Unterstützung an. Auch die weiteren Anbieter auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt T-Mobile Austria (inklusive Tele.ring) und 3 (Drei) lassen derzeit eine eSIM-Unterstützung vermissen. Lediglich der letztgenannte Mobilfunkbetreiber Drei bietet für die Smartwatch von Huawei (Watch 2) eine eSIM-Integration an.

Die embeddedSIM (festverbaute SIM-Karte) gilt als Nachfolger der SIM-Karte, welche bis zuletzt zumeist in der Variation “Nano-SIM” seinen Zugang zu den Smartphones fand. Selbst diese Größenvariante der ursprünglich kreditkartengrossen “subscriber identity module” oder eben auch SIM-Karte hat nur noch sehr wenig Platzbedarf und kaum noch “überschüssiges” Plastik. Die eSIM hingegen ist allerdings fest im Mobiltelefon verbaut und wird mittels Zugangsdaten (QR-Code) aktiviert bzgl. gewechselt.

Überragendes Interesse und mangelnde Informationspolitik

Das Interesse ist da. Für die Vorstellung im Hauseigenen Blog nutzt Drei Schlagwörter wie Zukunft, einfach und praktisch. Doch das war es auch schon – zumindest nach derzeitigem Stand. Die Recherche nach den Keywords “eSIM” in Kombination mit den 3 großen Mobilfunkbetreibern A1, Drei und T-Mobile Austria zeigt zwar großes Interesse der Bevölkerung – die Informationspolitik der Betreiber hierzu lässt allerdings zu wünschen übrig.

So lässt sich anhand eines suchmaschinentechnischen Indikators – Google Trends – ermitteln, dass sich das Interesse an dem Stichwort “eSIM” in Österreich in der Woche vom 09.September.2018 bis 15.September.2018 mehr als verfünffacht hat.

Mobilfunkbetreiber müssen reagieren

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Chinesicher Markt mit 2 Einschüben – warum nicht bei uns?

Wie das Online-Magazin futurezone.at bereichtet, ist es in China aus “regulatorischen Kriterien” nicht möglich, die eSIM zu nutzen. Daher stellt Apple für diesen Markt extra eine Version mit 2 SIM-Karteneinschüben zum Verkauf bereit. Natürlich kochen an dieser Stelle erste Fragen auf, warum das nicht auch für alle anderen Märkte so gehandhabt wird.

Wir vermuten, es handelt sich hier mehr um eine Notlösung: Der chinesiche Markt ist für Apple ein riesengroßer Absatzmarkt. Dual-SIM ist hier deutlich weiter verbreitet als auf dem europäischen oder amerikanischen Markt. Viele Menschen nutzen hier derzeit Android-Smartphones mit Dual-SIM Funktion. Dieses Geschäft will man sich nicht durch die Lappen gehen lassen.