SEPA Instant Credit Transfer – Die Europäische Kommission nahm sich bei der Einführung dieser Technologie EU-längerübergreifende Überweisungen in mehr oder weniger Echtzeit vor. Das Ergebnis sind blitzschnelle Transaktionen die laut Vorgabe nicht mehr als 10 Sekunden dauern dürfen. Wird die Transaktion nicht sofort gebucht, erfolgt eine umgehende Rückbuchung. So sind Geldtransfers innerhalb der EU schnell, sicher und vor allem können diese Transaktionen so eher das Bargeld ersetzen. Die Umsetzung durch die Banken dauert aber an. Und nicht alle sind von diesem System begeistert.

Die Intention ist klar. Probleme mit unklaren Geldflüssen, Geldwäschegesetze und vor allem die Nachvollziehbarkeit von Transaktionen sind für die Länder vakant. Auch die Kunden der Banken sind zumeist von den Wartezeiten zwischen Versand einer Zahlung und der Gutschrift auf dem Empfängerkonto genervt. Mit einem System von Instant Transactions – also Überweisungen in Echtzeit ohne Ländergrenzen tritt man diesem Problem nun entgegen. Das System SEPA Instant Credit Transfer gibt den Banken eine Möglichkeit an die Hand, dem Kunden sowohl bei Empfang als auch bei Versand einer Zahlung die schnelle Echtzeitlösung anzubieten.

Die Banken warten größtenteils jedoch ab. Abgesehen davon, dass die Integration in die bestehende IT wohl nicht zu einfach und relativ teuer wird, warten die Banken hier vermutlich das erste Kundenfeedback ab.

Andere Banken lassen sich die Einführung im Gegenzug teuer bezahlen. So berechneten manche Sparkassen zu Beginn von SEPA Instant hohe Gebühren je Einzeltransaktion. Auch dies wird dem Kunden zumeist nicht so wirklich schmecken, so dass sich SEPA Instant Credit Transfer im Gegensatz zur normalen Überweisung wohl noch einige Zeit beweisen muss.